Schokoticket wird eingeführt & Gebühren sinken

Die letzte Ratsitzung des Jahres dient allgemein zur feierlichen Verabschiedung der vergangenen 12 Monate. Das sollte auch dieses Mal so sein, allerdings kamen zwei "menschliche" Verabschiedungen hinzu.

Nach 27 Jahren Ratstätigkeit wurde der ehemalige Fraktions- und Parteichef der CDU, Heinz van den Bergh, verabschiedet. Er selbst hatte im Laufe diesen Jahres sein Ratsmandat zur Verfügung gestellt.


Nicht ganz so lange hatte es Günter Hoffmann an der Spitze der Kardinal-von-Galen-Schule ausgehalten - aber immerhin 11 Jahre - und ihn verabschiedete der Rat den den Ruhestand. Günter Hoffmann, in der ihm eigenen Art, verabschiedete sich nach einigen Sätzen mit den Worten "Tschüss", nahm seine Jacke und ging.


Danach wurde Politik gemacht.


In Kerken bleiben die wichtigsten Gebühren 2012 unverändert oder sinken. Wasser, Friedhof und Abfall wird tendenzell preiswerter, Marktgebühren bleiben unverändert. Damit ist Kerken eine der wenigen Kommunen, die dieses Gebühren nicht erhöhen.


Ein ganz wichtiges Thema war die Einführung des Schokotickets. Nach einer, teilweise hitzigen, Debatte, endete die Abstimmung für das Schokoticket mit 2 Nein- und 4 Enthaltungsstimmen. Der Rest war dafür, auch wenn so mancher sich der Argumentation unseres Fraktionsvorsitzenden anschloß, die da lautete: Man hab nichts gegen das Schokoticket, der Freizeitnutzen für die Kinder sei ungemein groß und anerkannt, aber es sei eine "Unverschämtheit" und grenze fast an "Nötigung", dass der VRR sich über die freie Schulbeförderung mit einem solchen Trick hinwegsetze. Würde der VRR die Alternative anbieten, ein kostenloses "Schulbeförderungsticket ohne Freizeitnutzen" zur Verfügung zu stellen, wäre gegen das Schokoticket überhaupt nichts zu sagen. Schließlich würde dies das "Taxi Mama" ersetzen - aber es gäbe eben Eltern die dies a) selber entscheiden möchten und b) das Geld nicht haben, mindestens 12 EUR im Monat für die Schulbeförderung zu zahlen.


Sehr speziell war der Versuch der CDU, hier eine "Bedingung" in ihr "Ja" zu knüpfen: Wir stimmen mit "ja" unter der Bedingungen, dass Verhandlungen mit dem VRR aufgenommen werden, um den Preis zu senken. Auf unsere Frage, was man denn mit dem "ja" mache, wenn der VRR sich nicht auf diese Preissenkung einließe, wußte man dann keine Antwort....


Zum Schluß der Sitzung gab es Zahlen zum Haushaltsjahr 2010 und ein Ausblick auf (düstere??) Zeiten der nächsten Haushalte.


Gegen 20 Uhr schloß der Bürgermeister dann die Sitzung mit den besten Wünschen für Frohe Feiertage und einen guten Übergang ins Neue Jahr.

Es berichtete für Sie: Michael Heinricks
14. Dezember 2011

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